Salih Daglar gründete 2008 ein Reinigungsunternehmen. Er ist kein gelernter Gebäudereiniger und hat keinen Meisterbrief in diesem Gewerk — er kommt aus der Programmierung und aus der Arbeit mit Suchmaschinen, also aus dem Bereich, in dem es darum geht, wie Menschen etwas suchen und was sie dann finden. Dass seine Firma Gebäude reinigt, war am Anfang eher eine Geschäftsentscheidung als eine Berufung.
Diese Herkunft prägt, worüber er schreibt. In den ersten drei Büchern der Reihe geht es um die Frage, wie Aufträge entstehen: Wer sucht, mit welchen Worten, wer im Haus tatsächlich entscheidet, welche Wege es zum Kunden gibt und was ein solcher Weg kostet. Dazu gehört bei ihm auch das Rechnen: der Unterschied zwischen Umsatz und Gewinn, zwischen Deckungsbeitrag und Ergebnis, zwischen einem vollen Kalender und einem tragfähigen Geschäft. Das vierte Buch handelt vom Handwerk selbst — davon, mit welchem Mittel sich ein hartnäckiger Belag von einem bestimmten Bodentyp löst und was ihn zerstört. Dort schreibt er ausdrücklich nicht aus eigener Hand: Jede fachliche Aussage dieses Buches ist belegt, und wo die Quellen sich widersprechen, zeigt er den Widerspruch, statt ihn zu glätten.
In seinen Büchern stehen eigene Fehlentscheidungen ausdrücklich mit drin — die weitergegebene Anfrage, aus der ein Wettbewerber einen Kunden machte, die Überraschung darüber, dass Beschäftigte Urlaub nehmen und krank werden, und der Frühling 2020, in dem ein Auftragsbestand zu einer Liste von Hoffnungen wurde. Er hält das für die Mindestbedingung eines Praxisbuchs: Ein Buch, in dem nur die gelungenen Monate vorkommen, hilft bei keiner Entscheidung am Dienstagvormittag.
Salih Daglar ist Autor von „Reinigungsfirma gründen” und „Unternehmen gründen und führen”. Ein weiterer Titel, „KI verstehen · Band 1”, ist angekündigt und zum Stand dieses Buches noch nicht erschienen. Er betreibt außerdem die Plattform mein-reinigungsunternehmen.de, auf der weiterführende Artikel und Arbeitsmaterialien zu diesen Themen erscheinen; dass er damit Geld verdient, legt er in seinen Büchern offen, statt es als neutralen Hinweis auszugeben.
Was er nicht verspricht, sagt er genauso deutlich wie das, was er erklärt: keine Erfolgsgarantie, keine Zusage auf Aufträge, Umsatz, Einkommen, Suchmaschinenpositionen oder die Nennung durch ein KI-System. Wo ihm für eine Zahl der Beleg fehlt, bleibt sie offen; offen gelassen ist ihm lieber als ausgedacht.
Diese Reihe besteht aus vier Büchern, die aufeinander aufbauen und jedes für sich anwendbar sind: „Aufträge kommen nicht von allein” über Markt, Kapazität, Vertrauen und Sichtbarkeit, „Aus Anfragen werden Aufträge” über Werbung, Kalkulation, Angebot und Vertrag, „Vom Auftrag zum Unternehmen” über öffentliche Vergabe, mehrere Objekte, Personal und Liquidität, und „Sauber ist kein Zufall” über Verfahren, Mittel, Maschinen, Hygiene und Qualifikation im Reinigungsbetrieb.







