Was in diesem Buch steht
Sechzehn Kapitel in fünf Teilen. Zuerst, was beim Reinigen physikalisch und chemisch überhaupt passiert: die vier Hebel Chemie, Mechanik, Temperatur und Zeit, die Schmutzarten und welcher Hebel bei welcher Art greift, die Reinigungsarten und wo die Grenze zwischen ihnen liegt, die vier Feuchtigkeitsgrade und die beiden konkurrierenden Wischsysteme. Dann die Oberflächen: der pH-Wert als Denkwerkzeug, die Beläge und ihre Grenzen, der Schadenskatalog, die Schutz- und Pflegeschichten, Glas, Sanitär und Edelstahl. Dann die Mittel: was in der Flasche arbeitet, wie dosiert wird, was nie zusammenkommen darf, das Gefahrstoffrecht eines Kleinbetriebs vollständig, und die Haut. Dann Hygiene, Werkzeug, Maschinen und die Höhe. Und am Ende die Frage, wer das eigentlich darf, welche Nachweise zählen und wie aus einem Leistungsverzeichnis ein Ablauf im Objekt wird.
Jedes Kapitel ist gleich gebaut, damit du nicht suchen musst. Oben steht die Frage, um die es geht, in einem Satz. Dann eine Situation, an der man sieht, warum sie zählt. Dann die Erklärung, oft mit einer Tabelle, einem Schadensbild oder einem Ablauf. Dann die typische Fehlentscheidung — die Variante, die in der Praxis wirklich gewählt wird, und nicht die, die ein Lehrbuch erfindet. Und am Ende deine nächste Aufgabe: nummerierte Schritte mit einer Zeitangabe, die du heute, diese Woche oder in diesem Monat abarbeiten kannst. Wer nur die letzten Abschnitte liest, hat am Ende des Buches rund achtzig Aufgaben vor sich; das ist zu viel. Nimm aus jedem Kapitel die erste.
Was nicht darin steht
Kein Kaufmännisches. Keine Preise, keine Kalkulation, keine Akquise, keine Verträge. Nicht, weil es unwichtig wäre, sondern weil es in den anderen Büchern steht, und zwar ausführlicher, als ich es hier könnte.
Wo du es brauchst, steht in diesem Buch ein Verweis. Die drei wichtigsten gleich hier:
Preise, Kalkulation und Angebot stehen in Aus Anfragen werden Aufträge, Kapitel 10 und 11. Dort findest du den Rechenweg von der Fläche über den Leistungswert zu den Stunden, von der Stunde zum Kostensatz und vom Kostensatz zum Preis — und die sieben Bausteine eines Angebots. Jedes Mal, wenn dieses Buch dir sagt, dass eine Leistung eine zweite Position ist, musst du dort nachrechnen.
Ausschreibung, Leistungsverzeichnis und Personal stehen in Vom Auftrag zum Unternehmen, Kapitel 4, 5 und 10. Dort geht es um die Nachweise, die eine Vergabestelle sehen will, um das Rechnen eines fremden Leistungsverzeichnisses und um Einstellen, Einarbeiten und Führen als Arbeitgeberthema. Dieses Buch sagt dir, was fachlich im Leistungsverzeichnis stehen muss; wie du es rechnest, steht dort.
Sichtbarkeit und Vertrauen stehen in Aufträge kommen nicht von allein. Wie Kunden dich finden, welche Kundengruppen es gibt, wer im Haus tatsächlich entscheidet — nichts davon kommt hier vor.
Eine Überschneidung gibt es, und sie ist gewollt: Das Gefahrstoffverzeichnis als Arbeitgeberpflicht steht in Vom Auftrag zum Unternehmen, Kapitel 10, in drei Sätzen. Hier steht in Kapitel 11 das ganze Verfahren.
Die drei Beispielbetriebe
Durch alle Bücher dieser Reihe laufen drei Betriebe, und sie sind alle drei frei erfunden. Namen, Orte und Zahlen sind gewählt, nicht gemessen. Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Betrieben sind nicht beabsichtigt. Ihre Werte bleiben über die Bücher hinweg gleich, damit du Entscheidungen vergleichen kannst.
| Dilan Acar, 34, Dresden |
nebenberuflich, 8 Stunden die Woche, keine Referenzen |
| Hoffmann Gebäudereinigung, Osnabrück, Andreas Hoffmann, 52 |
sechs Teilzeitkräfte, rund 120 freie Stunden im Monat |
| Novak Gebäudeservice, Mannheim, Petra Novak, 41 |
19 Beschäftigte, 61 Prozent des Umsatzes von einem Generalunternehmer |
In diesem Buch kommen sie seltener vor als in den anderen, und nur dort, wo wirklich eine Entscheidung ansteht: welche Maschine, welches Wischsystem, welche Schicht, welcher Nachweis. Als Dekoration auf jeder Seite taugen sie nicht.