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13 Wochen · eigene Zahlen · klare Entscheidungen

Was passiert, wenn der Plan Gegenwind bekommt?

Nimm denselben Zahlungsplan und prüfe vier konkrete Veränderungen. Jeder gewählte Effekt wird einzeln und in Kombination sichtbar. Du erkennst, ob eine Zahlung nur später kommt, Einnahmen wirklich fehlen oder zusätzliche Kosten entstehen.

Von Salih Daglar – Unternehmer, Autor und Mensch.

Einzahlungen und Auszahlungen bilden gemeinsam deinen Liquiditätsverlauf, schematisch
Zahlungen zeitlich ordnen. Puffer und Engpässe sehen. Die Grafik ist eine Illustration.

Eine Basis. Vier Belastungen.

Dein Krisenszenario durchrechnen

Alle vorbefüllten Zahlen sind frei gewählte Lernwerte. Wir planen tatsächliche Geldflüsse einschließlich gegebenenfalls zu zahlender Umsatzsteuer. Steuerzahlungen musst du selbst einplanen; der Rechner berechnet keine Steuern. Es gibt keine automatische Verbindung zu deinem Bankkonto.

Beispielbasis: Start 10.000 €, Reserve 5.000 €, jede Woche 6.000 € Einzahlungen und 5.000 € Auszahlungen. Vier gewählte Beispiele: 3.000 € aus Woche 2 kommen vier Wochen später; ab Woche 5 fehlen 2.000 € pro Woche bei 300 € vermiedenen Auszahlungen; Wochen 4–6 benötigen 20 zusätzliche Ersatzstunden zu 30 €; 10 % Kostenanstieg ab Woche 1.

Kleinster Start-/Wochenendstand-330,00 €

Auch ein negativer Wert bleibt sichtbar.

Stand am Ende von Woche 13-330,00 €

Geldbestand nach diesen eingeplanten Zahlungen, kein Gewinn.

Erste FinanzierungslückeWoche 13

Unter null; eine unterschrittene Reserve ist ein eigener Hinweis.

Liquidität vom Start bis zum Ende der dreizehnten WocheKleinster Start-/Wochenendstand -330,00 €, Endstand -330,00 €. Zielreserve 5.000,00 €24.866,40 €-2.196,40 €StartW4W8W13
Kombiniertes SzenarioUnveränderte BasisZielreserve (gestrichelt)

Linien verbinden Start- und Wochenendstände, keine täglichen Zahlungsdaten. Null-Linie grau. Alle Beträge derselben Grafik verwenden dieselbe Euro-Skala.

Einzahlungen insgesamt
60.000,00 €
Auszahlungen insgesamt
70.330,00 €
Reserve erstmals unterschritten
Woche 9
Größte Finanzierungslücke unter null
330,00 €
Abstand zur Zielreserve am Tiefpunkt
5.330,00 €
Geldflüsse und Kontostände – alle 13 Wochen
WocheEinzahlungenAuszahlungenWochensaldoWochenendstand
16.000,00 €5.500,00 €500,00 €10.500,00 €
23.000,00 €5.500,00 €-2.500,00 €8.000,00 €
36.000,00 €5.500,00 €500,00 €8.500,00 €
46.000,00 €6.100,00 €-100,00 €8.400,00 €
54.000,00 €5.770,00 €-1.770,00 €6.630,00 €
67.000,00 €5.770,00 €1.230,00 €7.860,00 €
74.000,00 €5.170,00 €-1.170,00 €6.690,00 €
84.000,00 €5.170,00 €-1.170,00 €5.520,00 €
94.000,00 €5.170,00 €-1.170,00 €4.350,00 €
104.000,00 €5.170,00 €-1.170,00 €3.180,00 €
114.000,00 €5.170,00 €-1.170,00 €2.010,00 €
124.000,00 €5.170,00 €-1.170,00 €840,00 €
134.000,00 €5.170,00 €-1.170,00 €-330,00 €

Was die Kombination verändert

Jeden gewählten Effekt einzeln gegen dieselbe Basis rechnen
VarianteEndstandÄnderung zur BasisTiefpunktErste Lücke
Unveränderte Basis23.000,00 €0,00 €10.000,00 €Keine innerhalb der 13 Wochen
Nur verspätete Zahlung23.000,00 €0,00 €9.000,00 €Keine innerhalb der 13 Wochen
Nur Kundenverlust7.700,00 €-15.300,00 €7.700,00 €Keine innerhalb der 13 Wochen
Nur Personalausfall21.200,00 €-1.800,00 €10.000,00 €Keine innerhalb der 13 Wochen
Nur Kostenanstieg16.500,00 €-6.500,00 €10.000,00 €Keine innerhalb der 13 Wochen

Abgewählte Effekte entsprechen der Basis. Einzelveränderungen dürfen nicht einfach addiert werden: Der Kostenanstieg greift erst nach tatsächlich vermiedenen Auszahlungen. Ersatzkosten werden danach separat addiert und nicht nochmals prozentual erhöht.

Verspäteter Eingang außerhalb der 13 Wochen
0,00 €
Zeitpunkt der verschobenen Zahlung
Eingang in Woche 6
Fehlende Kundeneingänge
18.000,00 €
Vermiedene Basisauszahlungen
2.700,00 €
Zusätzliche Ersatzkosten
1.800,00 €
Zusätzlicher Kostenanstieg
6.230,00 €
Zusätzliche ungedeckte Kapazität im Horizont
30,00 h
Weitere Ausfallwochen außerhalb des Plans
0,00 Wochen
Kapazität und Ersatzkosten Woche für Woche
Kapazität und zusätzliche Ersatzkosten
WocheVerfügbarBenötigtFehlend insgesamtDavon zusätzlichErsatzkosten
1130,00 h120,00 h0,00 h0,00 h0,00 €
2130,00 h120,00 h0,00 h0,00 h0,00 €
3130,00 h120,00 h0,00 h0,00 h0,00 €
4110,00 h120,00 h10,00 h10,00 h600,00 €
5110,00 h120,00 h10,00 h10,00 h600,00 €
6110,00 h120,00 h10,00 h10,00 h600,00 €
7130,00 h120,00 h0,00 h0,00 h0,00 €
8130,00 h120,00 h0,00 h0,00 h0,00 €
9130,00 h120,00 h0,00 h0,00 h0,00 €
10130,00 h120,00 h0,00 h0,00 h0,00 €
11130,00 h120,00 h0,00 h0,00 h0,00 €
12130,00 h120,00 h0,00 h0,00 h0,00 €
13130,00 h120,00 h0,00 h0,00 h0,00 €

Fehlende Stunden führen in dieser Rechnung nicht automatisch zu einem zweiten Einnahmeabzug. Plane einen tatsächlichen Auftragsverlust separat, wenn er eintritt. Die benötigte Teamzeit bleibt deine eigene Annahme für das verbleibende Portfolio; Kundenverlust reduziert sie nicht automatisch.

Rechenpräzision: Zahlungsbeträge und errechnete zusätzliche Wochenzahlungen werden auf Cent gerundet. Kontostände werden mit ganzen Cent fortgeschrieben.

Die Reihenfolge ist Teil der Rechnung

Vier Effekte. Keine pauschale Doppelzählung.

  1. Kundenverlust abziehen. Nur die betreffenden künftigen Einzahlungen und tatsächlich vermeidbaren Auszahlungen ändern.
  2. Verbleibende Basiszahlungen erhöhen. Der gewählte Kostenanstieg betrifft die danach noch geplanten Auszahlungen.
  3. Ersatz zusätzlich bezahlen. Nur die neu hinzugekommenen Ersatzstunden mit dem eigenen Zahlungsstundensatz multiplizieren.
  4. Eine bestehende Zahlung verschieben. Den Betrag in der Ursprungswoche abziehen und genau einmal in der späteren Woche hinzufügen – oder außerhalb des Horizonts nennen.

Verspätete Zahlung und Kundenverlust müssen unterschiedliche Beträge betreffen. Falls beide gemeinsam mehr entfernen als die ursprüngliche Einzahlung, stoppt die Rechnung. Dasselbe gilt für vermeidbare Auszahlungen über dem Basiswert sowie Ersatzstunden über der ausgefallenen Kapazität.

Die Standardwerte sind frei gewählte Beispiele. Die 10-%-Annahme gilt vereinfachend für die gesamte verbleibende Basiszahlung. Für unterschiedliche Preisänderungen einzelner Positionen passe deinen Basisplan gezielt an. Zum Zahlungsplan →

Was diese Rechnung zeigt – und was du zusätzlich prüfen musst.

Geldfluss statt Umsatz

Eine Rechnung kann geschrieben sein, obwohl das Geld noch nicht da ist. Trage den erwarteten tatsächlichen Eingang ein. Kreditauszahlungen und Einlagen sind Geldzuflüsse, aber keine Umsätze. Tilgungen, Investitionen und Entnahmen sind Geldabflüsse, aber nicht automatisch Betriebskosten.

Reserve statt doppelter Auszahlung

Dein Puffer ist eine Zielmarke. Er wird nicht nochmals von jeder Woche abgezogen. Die Finanzierungslücke unter null und die Unterschreitung deines Puffers werden getrennt gezeigt.

Wochen sind kein Bankkontoauszug

Die Reihenfolge innerhalb einer Woche wird nicht berechnet. Löhne am Montag und ein Kundeneingang am Freitag können vorübergehend eine zusätzliche Lücke erzeugen. Prüfe wichtige Fälligkeiten deshalb auch taggenau.

Regelmäßig nachführen

Ersetze Annahmen durch tatsächliche Zahlungen und ergänze neue Erkenntnisse. Ein gespeicherter Eintrag ist ein Stand deiner Planung. Die Arbeitsmappe ist lokal; sichere wichtige Varianten zusätzlich als Datei.

Mit deiner Planung weiterarbeiten.

Unterlagen zusammenführen

Speichere deine Variante ausdrücklich in der lokalen Arbeitsmappe und behalte verschiedene Annahmen getrennt. Änderungen werden nicht automatisch gespeichert. Eine importierte Krisenbasis ist eine Kopie und ändert den ursprünglichen Zahlungsplan nicht.

Arbeitsmappe öffnen →

Den nächsten Schritt klären

Deine Planung macht Fragen sichtbar. Eine verbindliche Finanzierung, Vertragsänderung oder steuerliche Beurteilung ergibt sich daraus nicht automatisch. Wenn du Unterstützung für deine betrieblichen Abläufe möchtest, kannst du mit uns Kontakt aufnehmen.

Kontakt aufnehmen →

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Salih Daglar
Salih Daglar*Unternehmer, Autor und Mensch

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