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PRAXISREIHE · BAND 3 · BEGLEITTEXT

Zum Schluss

Von Salih Daglar · Vollständiger Buchtext · etwa 6 Minuten Lesezeit

Alle Kapitel dieses Buches →

Jetzt stehen noch drei Dinge an, und ich trenne sie ausdrücklich, weil sie nichts miteinander zu tun haben: ein ehrliches Schlusswort, ein Angebot, an dem ich verdiene, und eine Bitte, für die du nichts bekommst.

1. Ein ehrliches Schlusswort

Du hast jetzt drei Bücher und vierundvierzig Kapitel hinter dir. Mit diesem Buch ist die Reihe zu Ende — es gibt kein viertes, das noch eine Lücke füllt. Lass mich einschätzen, was von den vierundvierzig Kapiteln bei dir ankommt — nicht, um dich zu entmutigen, sondern weil ich es für ehrlicher halte, als mir einen dankbaren Leser vorzustellen, der alles umsetzt.

Du wirst nicht alles benutzen. Niemand benutzt alles. Wenn ich raten müsste, benutzt du vier Sachen: deinen Preis je Objektstunde, weil du ihn ab jetzt nicht mehr ignorieren kannst. Deine Mindestgrenze beim Deckungsbeitrag, weil sie dir beim nächsten Verhandeln im Kopf herumliegt, auch wenn du sie nicht aufgeschrieben hast. Die Rechnung, die am 28. rausgeht statt irgendwann. Und die Frage, wer in diesem Haus eigentlich entscheidet. Das sind vier Dinge aus vierundvierzig Kapiteln, und wenn du nur die mitnimmst, hat das Buch seinen Preis verdient.

Was du vermutlich nicht machst: das Planblatt neu schreiben, statt es zu überschreiben. Die Herkunftsliste über drei Monate führen. Die Abbruchkriterien in Woche 9 wirklich lesen, obwohl die Zahl nicht passt. Ich sage das deshalb, weil genau diese drei Dinge in der ganzen Reihe am meisten bringen — und weil es nichts hilft, wenn ich dir am Ende noch einmal verspreche, dass du schon alles schaffst. Du schaffst, was du dir aufschreibst und terminierst. Der Rest ist Absicht.

Und dann der Satz, der eigentlich auf den Umschlag gehört: Ein Buch bringt keinen Auftrag. Keine Zeile aus diesen drei Büchern hat jemals ein Treppenhaus gereinigt oder einen Vertrag unterschrieben. Was einen Auftrag bringt, ist das Telefonat am Dienstagmorgen — der Anruf bei der Hausverwaltung, bei der du schon vor sechs Wochen angefragt hattest, der Rückruf auf eine Anfrage, die du sonst bis Donnerstag liegen lässt, die Nachfrage zu einem Angebot, bei dem du annimmst, es sei längst vergeben. Dieses Telefonat ist unangenehm, dauert vier Minuten und ist der einzige Teil, den ich dir nicht abnehmen kann.

Ich schreibe auch nicht, dass du Erfolg haben wirst. Das weiß ich nicht. Ich weiß, dass die drei erfundenen Betriebe dieser Reihe ihre 90-Tage-Ziele nicht erreicht haben und trotzdem ein brauchbares Quartal hinter sich hatten, weil sie am Tag 90 wussten, warum. Mehr als diese Art von Ergebnis kann dir ein Fachbuch nicht in Aussicht stellen, und wer dir mehr zusagt, hat etwas zu verkaufen.

Was mich zum zweiten Punkt bringt, denn ich habe auch etwas zu verkaufen.

2. Eine persönliche Einladung — und mein eigenes Interesse

Hier steht das einzige Angebot in diesen drei Büchern. Einmal, an dieser Stelle, und dafür offen.

Ich bin Unternehmer. Ich möchte dir helfen, ein gutes Unternehmen aufzubauen, und ich möchte mit meiner Arbeit Geld verdienen. Beides darf auf derselben Seite stehen, solange ich es dazusage. Dafür muss ich dir aber nicht auf jeder dritten Seite ein Paket verkaufen — deshalb stand bis hierher keines.

Worum es geht: Wir haben Städte und Suchmärkte verglichen und daraus eine Auswahl für weitere Tests gebildet. Das sind Arbeitshypothesen, keine Ergebnisse. Eine Zahl auf einer Liste beweist keinen gewonnenen Kunden. Mich interessiert, was unter echten Bedingungen passiert: Welche Anfragen kommen? Was kostet ein Auftrag? Was funktioniert nicht und muss geändert werden? Dafür brauche ich Betriebe, die mitmachen, und die sollen etwas davon haben.

Für Gründer und kleine Betriebe mit bis zu zehn Personen möchte ich deshalb anbieten:

  • 50 Prozent Rabatt für Betriebe aus den zehn Städten unserer bisherigen ersten Auswahl,
  • 30 Prozent Rabatt für die weiteren Städte unserer bisherigen 50er-Auswahl.

Die beiden Nachlässe werden nicht addiert. Der Rabatt gilt auf das gesamte vereinbarte Angebot, nicht nur auf eine Website oder eine einzelne Einrichtung. Er gilt standardmäßig sechs Monate und kann bei gutem Projektverlauf auf insgesamt bis zu zwölf Monate verlängert werden. Ein automatisches zweites Halbjahr ist damit nicht gemeint.

Und jetzt der Teil, den ein Buch ehrlicherweise mitschreiben muss: Mehrere Bedingungen dieses Angebots stehen zum Stichtag dieses Buches — 7. Oktober 2026 — noch nicht fest. Namentlich:

  • welche konkreten Leistungen das vereinbarte Angebot umfasst,
  • welcher reguläre Preis die Bezugsgröße des Rabatts ist,
  • wann die sechs Monate beginnen, also der Fristbeginn,
  • woran „guter Projektverlauf” gemessen wird, also die Verlängerungskriterien,
  • wie Fremdkosten wie Hosting, Domain, Werbebudget oder Softwarekosten eingeordnet werden,
  • und wie die zehn Personen gezählt werden — Inhaber, Teilzeit, Vollzeitäquivalente.

Dieser Abschnitt ist deshalb keine verbindliche Zusage und kein Vertragsangebot. Er ist eine Absichtserklärung, die ich offenlege, weil ich sie im Buch nicht verschweigen und auch nicht vortäuschen will, sie sei fertig. Was du bekommst, was es regulär kostet, was du selbst beitragen musst und woran wir das Ergebnis messen, steht vor einer Zusage verständlich und vollständig im konkreten Angebot — nicht im Kleingedruckten danach. Wenn dir dort etwas nicht passt, sagst du Nein, und wir sind quitt.

Zwei Grenzen gehören dazu. Es gibt keine Kunden-, Umsatz- oder Rankinggarantie; aus einem Test kann auch herauskommen, dass eine Annahme falsch war. Und es gibt keine Pflicht, später weitere Leistungen zu kaufen. Falls wir irgendwann über laufende Betreuung, eine Umsatzbeteiligung oder ein White-Label-Modell sprechen, ist das eine eigene Entscheidung mit eigenen Bedingungen.

Ja, das ist Marketing. Du liest ein Buch über Marketing, und ich zeige dir an mir selbst, wie jemand eine Zusammenarbeit anbahnt, der seine Absicht dazusagt. Du kannst alles in diesen drei Büchern auch allein umsetzen — dafür habe ich sie geschrieben. Du kannst dir andere Partner suchen. Oder du sprichst mich an, und wir sehen uns deinen Betrieb an, nicht ein schönes Versprechen.

3. Eine Bitte, die mit dem Angebot nichts zu tun hat

Dieser Abschnitt hat mit dem vorigen nichts zu tun, und ich schreibe das so deutlich, weil beides sonst zusammenrutscht.

Wenn dieses Buch dir etwas gebracht hat, würde ich mich über eine Rezension freuen. Auf mindestens einem Portal, das zu Büchern passt — welches, ist deine Sache. Freiwillig. Und ehrlich: Wenn ein Kapitel langweilig war, eine Rechnung zu kompliziert oder ein Thema zu dünn, dann schreib das. Mir hilft eine Rezension, die einem anderen Leser die Kaufentscheidung erleichtert, auch wenn sie mir nicht gefällt. Drei Sterne mit einem brauchbaren Satz sind mir lieber als fünf ohne.

Damit es keine Missverständnisse gibt, ausdrücklich und in dieser Reihenfolge:

Eine Rezension ist keine Bedingung für den Rabatt aus dem vorigen Abschnitt. Sie ist keine Gegenleistung, kein Zugang, kein Vorteil und keine Voraussetzung. Ich gebe keine Sternezahl vor und erwarte keine. Wer mitmacht und schlecht bewertet, bekommt dieselben Konditionen wie wer mitmacht und nichts schreibt. Und wer eine Rezension schreibt, ohne je mit mir zu arbeiten, hat genau das getan, worum ich hier bitte.

Umgekehrt gilt es auch: Wenn wir zusammenarbeiten und du später über das Ergebnis öffentlich berichten möchtest, ist das eine eigene, freiwillige Freigabe und keine Pflicht aus dem Projekt.

Das war es. Vierundvierzig Kapitel, ein Blatt Papier, drei Termine im Kalender.

Aufträge kommen nicht von allein. Sie kommen aus einer Kalkulation, die deine Kosten deckt, aus einem Weg, dessen Preis du kennst, aus einer Rechnung, die pünktlich rausgeht — und aus diesem einen Telefonat am Dienstagmorgen.

Viel Erfolg. Und wenn es nicht klappt: Schreib auf, warum, und mach das zweite Blatt besser als das erste.

Salih Daglar, Stand 7. Oktober 2026. Aus keiner Zeile dieses Werkes folgt eine Zusage auf Aufträge, Umsatz oder Einkommen. Allgemeine Orientierung, keine Rechts-, Steuer- oder Versicherungsberatung.

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